Giro-e für Technologiepartner

 

Giro-e als besonders einfaches Abrechnungssystem hat die Pilotphase erfolgreich abgeschlossen und ist zwischenzeitlich für die Kooperation mit allen Hardwareanbietern und Technologiepartnern geöffnet. Schnittstellen können via OCPP (legacy) oder aber bevorzugt direkt mit Giro-e JSON angeboten werden. Bitte melden Sie sich bei Interesse unter vertrieb@giro-e.de .

 

Was benötigen wir vorab für eine Zusammenarbeit?

Wir erklären Ihnen, wie ein Standard-RFID-Leser Ihrer Ladesäule eine kontaktlose Girokarte erkennt und korrekt auslesen kann. Damit dieses Bankwissen im vertraulichen Zugriff bleibt, verständigen wir uns vorab gemeinsam für die Erstgespräche auf ein NDA sowie auf eine Vereinbarung für die folgende Zusammenarbeit.

 

Wie funktioniert Giro-e technisch am Kartenleser?

Eine deutsche Girokarte erfüllt sehr hohe Ansprüche an Datensicherheit. Die von uns benötigten Informationen gehen weit über die Abfrage einer Seriennummer hinaus, können aber dennoch mit einem Standard-Leser nach ISO 14443-A (Mifare classic) ausgelesen werden. Somit ist eine Umrüstung von Hardware grundsätzlich nicht notwendig.

Die benötigten Daten liegen in bestimmten Speicherbereichen der Girokarte, die explizit abgefragt werden müssen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass die Karte selbst Ihre Echtheit durch Signierung von Datensätzen verifiziert.

Der Ablauf in Kürze
  • Der Kartenleser prüft durch eine allgemeine Anfrage, ob die genutzte Karte eine Girokarte ist. Kommt keine adäquate Antwort, wird der bisher gewohnte Prozess (Auslesen der statischen Seriennummer der RFID-Karte) gestartet.
  • Drei Informationen der Girokarte werden ausgelesen, mit dem Publickey von Giro-e noch im Arbeitsspeicher der Ladesäule verschlüsselt und dann an den Giro-e Receiver versendet, ggf. über das dahinter liegende technische Backend als reine durchleitende Einheit.
  • Als Antwort erhält die Säule auf demselben Weg ein OK-Flag mit einer displaytext-Nachricht, die am Bildschirm der Säule angezeigt werden muss. Darin enthalten sind Preisangaben zum Ladevorgang sowie eine eindeutige Identifikationsnummer.
  • Durch erneutes Vorhalten der Girokarte an den Leser wird der Ladevorgang gestartet.
  • Die Ladedaten werden nach Ende des Ladevorganges wie gewohnt ermittelt und an Giro-e als Abrechnungsstelle weitergeleitet.

 

Diese Möglichkeiten der Unterstützung bekommen Sie von uns

  • Ein umfangreiches PDF (aktuell nur deutschsprachig) beschreibt mit ausführlichen Beispielen Schritt für Schritt die Ansprache der Girokarte am Kartenleser sowie die einzelnen Kommunikationsschritte. Je nach eingesetzter Programmiersprache muss hier der Inhalt ggf. adaptiert werden.
  • In unserem Giro-e Repository liegen weitere Beispiele auf Grundlage eines Raspberry Pi bereit, die bei Bedarf zur Verfügung gestellt werden können.
  • Eine komplette Giro-e Staging-Umgebung ermöglicht Ihnen anschließend eigenständige Tests bis zur Abnahme.
  • Unser Entwickler-Team steht mit Ihnen gerne im engen Austausch, soweit Testszenarien ausgewertet werden sollen.
  • Je nach Komplexität Ihres Systems können wir in einem Workshop offene Fragen diskutieren und beantworten.

Die Erfahrung zeigt, dass bereits innerhalb weniger Wochen erste Ladevorgängen mit der Girokarte in der Testumgebung gestartet werden können.

 

Giro-e im technischen Backend

Wenn die Ladesäule eine Direktanbindung mit einem technischen Backend hat, dann muss dort der als Girokarte-Anfrage definierte verschlüsselte Datensatz lediglich an den Giro-e Receiver weitergeleitet werden. Auch die Antwort mit der Freigabe und einem Displaytext-Item wird lediglich eins zu eins an die Ladesäule zurück gereicht. Da kundenbeziehbare Daten ausschließlich verschlüsselt übertragen werden, ist eine Beachtung von besonderen Datenschutzvorschriften nicht erforderlich. Somit ist hier die Umsetzung einfach möglich.

 

Giro-e und das Eichrecht

Giro-e ist primär ein Abrechnungsmodul, das in den aktuellen Baumusterprüfungen zur Eichrechtsfähigkeit der Ladesäulenhersteller nicht berücksichtigt werden muss. Dennoch können wir selbstverständlich an uns gelieferte und korrekt signierte Abrechnungsdatensätze in unserem Nutzer-Interface so darstellen, dass damit die Echtheit der Signatur und die Richtigkeit des Datensatzes geprüft werden kann. Bei Bedarf kann Giro-e in einem eigenen Modul damit auch die Rolle einer Transparenzsoftware einnehmen.

 

Wie Giro-e aus Nutzersicht wirkt

haben wir für Sie in einem getrennten Beitrag zusammengestellt.