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Ist ein ergänzender Zeitpreis und Startpreis sinnvoll?

Diese Fragen zur Abrechnung von Ladevorgängen bewegen sowohl die Nutzer*innen als auch die Betreiber von Ladeinfrastruktur immer wieder stark und polarisieren schnell. Oder soll doch ausschließlich nur nach kWh abgerechnet werden?

Rein aus Sicht des Eichrechtes ist klar: die Hauptabrechnung muss über die abgegebene Strommenge in kWh ermittelt werden, die wiederum nur mit geeichten Zählern und unfälschbar signierten Datensätzen nachzuweisen ist. Weitere Nebenbestandteile wie der Startpreis und ein Zeitpreis als Park-Äquivalent sind aber zulässig. Dabei gilt für die Messung der Zeit das sogenannte Parkuhren-Privileg: eine nicht geeichte Uhr darf für die Messung von Zeiträumen verwendet werden. Ein Wechsel von Tarifen zu festem Zeitpunkt bedarf hingegen einer genau gehenden Uhr, die wiederum dem Eichrecht unterliegt. Weiterhin wären dann im Abrechnungsbeleg ausreichend klare Teilrechnungen mit Zählerzwischenständen zu erstellen.

Wir haben in einer Tabelle verschiedene Abrechnungsvarianten gegenüber gestellt. Alle Beträge sind rein brutto kalkuliert für den schnellen Überblick. Ein Betreiber muss hier natürlich weiter ins Detail gehen. Der Einkaufspreis ist angenommen für energieintensivere Unternehmen wie Hotels, Gastronomieketten oder Dienstleistungsunternehmen mit >500 Arbeitsplätzen, genau die, die aktuell (halböffentliche) Ladepunkte für Mitarbeitende und Gäste installieren wollen.

Damit wird deutlich, dass eine kombinierte Abrechnung mit allen Preisbestandteilen zu einer fairen Behandlung aller beteiligten Parteien führt: der Betreiber bekommt eine halbwegs stabile Einnahmequelle, die Nutzer*innen müssen bei langsam ladenen Fahrzeugen etwas mehr bezahlen, Ladesäulen werden weniger als kostengünstiger Parkplatz missbraucht und Ladepunkte werden schneller wieder frei. So lange Ladepunkte ein „knappes Gut“ und nicht im Überfluss vorhanden sind, kann eine Belegungssteuerung über Preiskomponenten sinnvoll sein.

Für unsere Giro-e-Betreiber haben wir das Excelblatt im Download-Bereich des Giro-e-Backends bereit gelegt. Interessenten können die Tabelle via vertrieb@giro-e.de bei uns anfordern.

Jeder Betreiber kann in Giro-e selbst entscheiden, welche Preiskomponenten an welchem Standort genutzt werden sollen.

Giro-e Beispielrechnung Preisbestandteile Auswirkungen

 

PTB bestätigt Giro-e als Ad-Hoc-Bezahlverfahren

Die aktuelle Baumusterprüfbescheinigung der Ladesäulen von Compleo Charging Solutions mit dem Speicher- und Anzeigemodul „SAM®“ enthält explizit auch Giro-e als Ad-Hoc-Bezahlverfahren zum punktuellen Laden. Die Prüfung hat sämtliche Prozessschritte eines Ladevorgangs durchleuchtet. Hier die für Giro-e wesentlichen Auszüge der Begründung:

Geprüft wurde „Punktuelles Laden ohne Dauerschuldverhältnis in Abwesenheit einer der Parteien des Geschäftsvorganges.[…] Der vertrauenswürdige dauerhafte Nachweis [einer eichrechtskonformen Messwertverwendung] […] kann beim punktuellen Laden mittels (kontaktloser) Zahlungskarte über den Kontoauszug erfolgen“.

Und in der Prozessbeschreibung wird dazu ausgeführt: „Die Authentifizierung des Kunden an einer Ladeeinrichtung erfolgt […] durch eine RFID-fähige Zahlungskarte (z.B. kontaktlose Girokarte). Auf Basis der Personenidentifizierungsdaten aus der Zahlungskarte werden transaktions- bzw. vertragsabhängige Personenidentifizierungsdaten (z.B. SEPA-ID) generiert […] und mit den Messwerten aus den MID-Zählern zusammengeführt.“

Die PTB bestätigt damit zu 100% unsere Herangehensweise an eine pseudonyme und möglichst sparsame Datenhaltung bei gleichzeitiger nachvollziehbarer Identifizierung.

Damit sind alle aktuellen Ladesäulen von Compleo Charging Solutions mit SAM®-Modul, sowohl für die AC Normalladung als auch für die DC Schnellladung (voraussichtlich ab Ende Q1/2020 verfügbar), voll eichrechtskonform mit Giro-e einsetzbar.

Hier geht es zur Pressemitteilung von Compleo Chargins Solutions.

 

Giro-e präsentiert Online-Kreditkartenzahlung zur Messe eMove360°

Das Konzept der einfachen Girokarten-Leser in Ladesäulen kommt sehr gut an. Der besonders schnelle Ladestart bei transparenten und vorher angezeigten Kosten wird von den Nutzer*innen geschätzt. Aktuell können so bereits mehr als 50 Mio. ausgegebene kontaktlose Girokarten der jeweiligen Hausbank als Ladekarte verwendet werden.

Da sich der Einbau von Kreditkartenlesern betriebswirtschaftlich schwer rechnen kann an AC-Säulen mit nur 1-2 Ladevorgängen pro Tag, sind in Giro-e inzwischen mehrere Alternativen zum Ladestart verfügbar wie die Registrierung anderer Zugangskarten zum Konto über Mitarbeiterausweise oder Fitness-Armbänder.

Auch Kreditkarten können mit dem neuen „Giro-e online“ nun durch Eingabe eines Kurzlinks oder Scannen eines QR-Codes vor dem jeweiligen Ladevorgang erfasst werden.

Die bewusst einfach gehaltene Web-Oberfläche führt dabei durch den Startvorgang. Auch hier ist die Kostentransparenz von Giro-e wesentlich. Vor dem tatsächlichen Ladestart werden Ihnen die aktuell gültigen Preise zur Bestätigung angezeigt.

 

 

 

 

 

 

„Giro-e online“ soll schon in wenigen Wochen an ausgewählten Ladesäulen für abschließende Nutzertests freigeschaltet werden. Das neue Modul wird an den bereits in Giro-e integrierten Ladesäulen ohne weitere Setup-Gebühren für die Betreiber automatisch als Zusatzangebot aktiviert.

 

Ihr Bäcker Schüren am Ladepark Kreuz-Hilden

Wer kennt ihn nicht? Roland Schüren, Inhaber von „Ihr Bäcker Schüren“ in Hilden, setzt schon seit vielen Jahren auf alternative nachhaltige Energien in der Backstube und in seinen Lieferfahrzeugen. Konsequent hat er schon vor Jahren seinen Ladepark Kreuz-Hilden mit 21 Ladeplätzen aufgebaut. Am „Hebdo“, dem überregional bekannten Stammtisch für Elektromobilisten, kommen jeden Samstag Vormittag Besitzer*innen von E-Autos aus ganz Deutschland und manchmal auch den Nachbarländern zum gemeinsamen Frühstück und Fachsimpeln.

Anfang Juli 2019 war es jetzt soweit: die erste AC-Ladesäule mit 2x 22 kW und der Triple-Charger mit 50 kW wurden mit Giro-e ergänzt. Ab sofort kann hier nun 24/7 nur mit der kontaktlosen Girokarte aufgeladen werden, ohne dass auf die Öffnungszeiten des Backstubenladens geschaut werden müsste – wobei einem dann außergewöhnlich gute Backwaren entgehen.

Die Eröffnung hat noch größere Wellen geschlagen als gedacht. Das an dem Tag gedrehte Video erfreut sich großer Beliebtheit, das Branchenportal electrive.net hat ebenfalls ausführlich berichtet.

Wir danken „buzzingDANZEI“ Nino und Sebastian Schaal für die ausführlichen Hintergrundberichte.

 

 

Giro-e Module in der Übersicht

 

Wir haben intensiv zugehört. Giro-e wurde in den letzten Monaten sehr stark weiter auf die Bedürfnisse des Marktes ausgerichtet. Einige Module decken nun auch spezielle Anforderungen ab.

  • Giro-e „classic“: Freischalten von Ladevorgängen nur mit der kontaktlosen Girokarte an Ladesäulen der mit uns kooperierenden Hardware-Partner und zeitnahe Abrechnung durch Einzug der Forderung beim Nutzer. Unser Kernprodukt besticht durch die einfache Anwendung.
  • Giro-e work: Nutzung des Ladepunktes im Unternehmen für eigene Dienstfahrzeuge, private E-Autos von Mitarbeitenden und Fahrzeuge von Gästen oder Nachbarn. Die jeweilige Abrechnung erfolgt vollautomatisch mit aussagekräftigen Statistiken.
  • Giro-e home: Mitarbeitenden zugeordnete Dienstfahrzeuge können am privaten Ladepunkt zu Hause aufgeladen werden. Regelmäßig erfolgt eine korrekt abgerechnete Stromgutschrift des Arbeitgebers an den Mitarbeitenden. Gleichzeitig kann der Ladepunkt für den privaten E-Auto-Zweitwagen oder für private Gäste kostenneutral genutzt werden. Verfügbar voraussichtlich in Q1/2020 an einzelnen Pilotstandorten.
  • Giro-e connect: Durch eine Kooperation mit Moovility.me können Ladevorgänge via App mit der Girokarte gestartet werden. Dies funktioniert auch dann, wenn die Ladesäule selbst noch nicht Giro-e fähig ist.
  • Giro-e billing: Als Betreiber von öffentlicher Ladeinfrastruktur können Sie die regelmäßigen Abrechnungen gegenüber den EMP, Ihre Roaming-Partner, komplett an Giro-e auslagern. Erforderlich ist ein technischer Zugang zu den CDR in Ihrem Backend.
  • Giro-e cashpoint: Statt Strom und Zeit werden Waren über eine SB-Kasse verkauft oder Spenden eingeworben. Per Touchscreen die Produkte/die Unterstützung in den Warenkorb legen und mit der kontaktlosen Girokarte in Sekunden bezahlen, ohne dass eine PIN-Eingabe erforderlich ist.
  • Giro-e order: Anstelle eines Touchscreens können Produkte oder Dienstleistungen über eine beliebige App von Ihnen verkauft werden. Mit einer API-Anbindung bezahlen Nutzer mit Giro-e direkt bei Ihnen. Perfekt zum Beispiel für eine Mieter-App im Wohnquartier.
  • Giro-e external: Sie haben einen RFID-Kartenleser in Ihrer Hardware und möchten damit komfortabel Zahlungen auslösen? Sie können von uns lernen, wie Girokarten ausgelesen und die Daten an uns übermittelt werden. Damit sind nahezu unbegrenzt Anwendungen möglich: Sharing von (Klein-)Fahrzeugen, Vermieten von Schließfächern, Verkaufen von Automatenprodukten, … Sprechen Sie uns gerne an.

Ihre Fragen zu den Modulen richten Sie gerne direkt per Mail an vertrieb@giro-e.de . Wir melden uns gerne.